Ja, ich komme bald !

In Offenbarung 22 wiederholt Jesus dreimal: „Ja, ich komme bald!“

Was können wir darauf antworten? Denn Jesus wird „zu einer Stunde kommen, in der ihr es nicht meint!“

Was bedeutet es, bereit zu sein? Nach meinen eigenen Maßstäben? Oder nach dem, was Jesus von mir erwartet?

Sich auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten bedeutet nicht nur, bestimmte Lehren in die Praxis umzusetzen.

Jesus warnt uns eindringlich durch drei Berichte in Matthäus 25, die ich dich ermutige zu lesen!

- Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen
- Das Gleichnis von den Talenten
- Die Wiederkunft Christi zum Gericht über die Nationen (die Schafe und die Böcke)

Diese drei Berichte stellen mir also drei Fragen:

• Wie steht es um meine Gemeinschaft mit Gott?
• Wie steht es um meine Treue im Dienst?
• Wie ist meine Haltung gegenüber meinem Nächsten?

Daraus können wir einige einfache Dinge erkennen, die Jesus von uns erwartet:

Es ermutigt uns, in einer echten Gemeinschaft mit Gott zu leben!

Bis Mitternacht gibt es nichts, wodurch man die Jungfrauen voneinander unterscheiden könnte. Es ist nicht möglich zu erkennen, welche klug und welche töricht sind. Alle haben eine Lampe und warten auf den Bräutigam, alle sind eingeschlafen … sie gleichen einander und alle erleben, dass sich die Ankunft des Bräutigams verzögert!

Dann, um Mitternacht, ertönt der Ruf: „Siehe, der Bräutigam kommt!“ Alle müssen ihre Lampen wieder bereitmachen, um den Hochzeitszug zu begleiten. Doch für fünf von ihnen ist die Erkenntnis bitter: Es ist nicht mehr genügend Öl da!

Sie lebten jedoch in der Vorstellung, bereit zu sein, und waren mit einem Gefühl der Sicherheit eingeschlafen. Aber der Bräutigam ließ auf sich warten – damit hatten sie nicht gerechnet.

  • WIR LEBEN IN DER ZEIT DER WIEDERKUNFT JESU !

In der Sprache des Sports nennt man das Verlängerung. In dieser Zeit leben wir – vielleicht sogar schon in der Nachspielzeit!

Warum diese Wartezeit?

Weil Gott Geduld mit uns hat und „nicht will, dass jemand verloren gehe …!“
2. Petrus 3,9

Und genau hier kann uns die geistliche Müdigkeit des Wartens erfassen! Gerade in dieser Zeit müssen wir ständig darauf achten, dass uns das Öl nicht ausgeht!

Wo können wir wieder auftanken? Nicht im Sonntagsgottesdienst, denn er ist keine Tankstelle!

Sondern im Verborgenen, in der persönlichen Gemeinschaft mit Gott: Dort können wir neue Kraft schöpfen! Dort wird meine Liebe zum Herrn, zu meinen Mitmenschen und zu den Verlorenen neu belebt. Die törichten Jungfrauen waren am richtigen Ort und glaubten an seine Wiederkunft, aber ihnen fehlte die Gemeinschaft mit dem Herrn im Geist!

  • UNSERE BEZIEHUNG ZUM HERRN IST ALSO ENTSCHEIDEND !!!

Das Gleichnis von den Talenten schließt sich an das Gleichnis von den Jungfrauen an und ermutigt uns, das einzusetzen und Frucht bringen zu lassen, was der Herr uns anvertraut hat! Nach einer langen Zeit des Wartens kommt er zurück und sieht danach, wie treu jeder mit dem umgegangen ist, was er empfangen hat. Der dritte Knecht hat nichts daraus gemacht und wird vom Herrn scharf zurechtgewiesen!

Er hat sein Talent vergraben, nichts daraus gemacht und wird hinausgeworfen …

Deshalb sollen wir das, was Gott uns anvertraut hat, Frucht bringen lassen.

  • Achtung! Wir werden nicht durch unsere Werke gerettet, sondern durch den Glauben! Aber unsere Werke werden uns folgen.
    Offenbarung 14,13

Der dritte Bericht in Matthäus 25 erinnert uns ebenfalls daran, dass wir uns um andere kümmern und in unserem Umfeld Gutes tun sollen, besonders gegenüber unseren Brüdern und Schwestern.

Heute bereit zu sein bedeutet also, nach den Grundsätzen des Reiches Gottes zu leben!

Schließlich spricht Jesus von seiner herrlichen Wiederkunft und vom Gericht über die Nationen.

Dabei hebt er ganz einfache Dinge hervor:

„Ich bin hungrig gewesen … ich bin durstig gewesen … ich bin ein Fremder oder krank gewesen … und ihr habt mich aufgenommen.“

Das erinnert uns daran, dass sich unsere Beziehung zu Gott auch in unserem Verhalten gegenüber unserem Nächsten zeigt, besonders gegenüber unseren Brüdern und Schwestern und gegenüber Menschen, die in Not sind.

Matthäus 25 gibt uns schließlich drei einfache Ermutigungen:

In einer echten Gemeinschaft mit Gott bleiben.
Treu mit dem umgehen, was er uns anvertraut hat.
Die Menschen konkret lieben, die er auf unseren Weg stellt.

Möge der Herr uns helfen, dieser Herausforderung gerecht zu werden!

Mit Ermutigung, Franz

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