…wir haben den Geist der Sohnschaft empfangen...

…durch den wir rufen: Abba, Vater!“  Römer 8,15

Dieser Vers kann uns von einer Haltung der Furcht oder Angst in eine Beziehung der Liebe führen. Welch ein Gegensatz!

Er sagt uns:

  • "Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet.“

Bevor der Mensch Christus angehörte, konnte er in verschiedenen Formen der Knechtschaft leben: in der Angst vor dem Gericht, in der Angst, niemals gut genug zu sein, in der Angst vor Gott wie vor einem fernen Richter, in der Angst vor dem Tod, in der Angst vor geistlichem Versagen…

Aber in Christus ist der Gläubige nicht mehr in diesem Geist der Sklaverei. Er dient Gott nicht mehr wie ein Knecht, der vor einem harten Herrn zittert.

Wir dienen Gott nun als geliebte, angenommene und vergebene Kinder.

Das bedeutet nicht, dass wir Gott nicht mit Ehrfurcht begegnen und Ihn fürchten sollen! Gott bleibt heilig, majestätisch und souverän. Aber diese Furcht ist keine Angst mehr, die uns von Ihm entfernt: Es ist eine Ehrfurcht, die von Liebe erfüllt ist.

  • Wir haben auch den Geist der Sohnschaft empfangen.

Gott schenkt dem Sünder nicht nur Gnade: Er nimmt ihn in Seine Familie auf.

Er vergibt uns nicht nur, sondern Er sagt zu uns:

„Du gehörst Mir, Ich habe dich erlöst, du bist Mein Kind.“

Die Sohnschaft spricht von einer neuen Identität. Der Gläubige wird nicht mehr durch seine Vergangenheit, seine Sünden, seine Stürze, seine Verletzungen, seine Unfähigkeiten oder auch durch sein Temperament definiert. Er wird durch das definiert, was Gott in Christus aus ihm gemacht hat.

  • Er ist ein "Kind Gottes" geworden.

Wie Johannes schreibt:

„Seht, welch eine Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es.“  1. Johannes 3,1

Johannes betont ausdrücklich: „Und wir sind es.“
Das ist eine geistliche und kindliche Wirklichkeit! Jesus ist gekommen, um die Vater-Kind-Beziehung wiederherzustellen, die im Garten Eden verloren gegangen war.

Der Christ kann Gott ohne Weiteres „seinen Vater“ nennen, denn das Wort **„Abba“** ist ein vertrautes, familiäres Wort. Es drückt das Vertrauen eines Kindes zu seinem Vater aus.

Der Christ wendet sich also nicht mehr an eine unpersönliche Macht und auch nicht an einen unzugänglichen Gott. Er darf zu Gott kommen wie zu seinem Vater.

Das ist ein unermesslicher Segen: Zugang zum Vater und zum Thron der Gnade zu haben! Jesus selbst hat uns gelehrt, so zu beten:

„Unser Vater im Himmel…“. Matthäus 6,9

Das bedeutet: Ich darf zu Gott kommen mit meinen Schwächen, meinen Tränen, meinen Bedürfnissen, meinen Unverständlichkeiten und meinen Kämpfen. Ich darf kommen, nicht weil ich meine, stark zu sein, sondern weil Christus mir den Weg geöffnet hat.

Dadurch empfangen wir eine innere Gewissheit, die uns niemand rauben kann!

„Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Römer 8,16

Welch wunderbare Gewissheit!

Natürlich kann der Gläubige Zeiten des Zweifels, der geistlichen Trockenheit und der Schwachheit durchleben. Aber das Werk des Geistes besteht darin, uns immer wieder zu Christus zurückzuführen, zur Gnade, zur Verheißung und zur Treue Gottes.

  • Die christliche Gewissheit ruht nicht auf der Frage:

„Habe ich genug getan?“

Sie ruht auf der Tatsache:

„Christus hat alles vollbracht.“

Wir sind nicht länger Sklaven der Angst und unserer Vergangenheit, sondern dürfen uns nun auf eine herrliche Zukunft mit unserem Herrn ausrichten!

Lasst uns diese Gewissheit fest in unserem Herzen bewahren!

Franz

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