… will dich heilen!
„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.“
Dieses Wort Jesu, das uns in den Evangelien berichtet wird, erscheint ganz logisch. Und doch offenbart es eine grundlegende Wahrheit über unsere Beziehung zu Gott.
Jesus hatte gerade Matthäus berufen, einen Zöllner – einen Beruf, der in der damaligen religiösen Gesellschaft sehr gering geachtet war. Danach setzte Er sich mit Zöllnern und Menschen, die als „Sünder“ bezeichnet wurden, an einen Tisch. Die Pharisäer waren darüber empört und fragten Seine Jünger:
„Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?“
Jesus antwortete ihnen:
- „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. […] Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“
Matthäus 9,12–13
Jesus wollte damit nicht sagen, dass es Menschen gäbe, die vollkommen gerecht wären und Gott nicht bräuchten. Im Gegenteil, die Bibel erklärt:
„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“
Römer 3,23
Der Unterschied liegt darin, dass manche Menschen ihre geistliche Krankheit erkennen, während andere meinen, sie seien gesund.
Genau darin liegt das eigentliche Hindernis: zu glauben, man sei gerecht, gut oder religiös genug, um keinen Retter zu brauchen.
Ein Kranker, der seinen Zustand nicht wahrhaben will, wird keinen Arzt aufsuchen. Ebenso wird ein Mensch, der seine Sünde nicht erkennt, nicht aufrichtig nach der Vergebung Gottes suchen. Vielleicht vergleicht er sein Leben mit dem anderer, erinnert an seine guten Taten oder beruhigt sein Gewissen durch religiöse Praktiken.
Doch kein menschliches Werk kann die Sünde auslöschen oder die Gemeinschaft mit Gott wiederherstellen.
Jesus ist für diejenigen gekommen, die erkennen, dass sie Ihn brauchen.
Er weist keinen Sünder zurück, der mit einem aufrichtigen Herzen zu Ihm kommt. Er entschuldigt die Sünde nicht, aber Er nimmt den Menschen an, der Buße tut. Er vergibt, richtet auf, verändert und schenkt ein neues Leben.
- Der Herr ist nicht gekommen, um lediglich unser äußeres Verhalten zu verbessern. Er ist gekommen, um unser Herz zu heilen, unser Gewissen zu reinigen und uns mit Gott zu versöhnen.
Am Kreuz hat Er unsere Schuld getragen. Durch Seine Auferstehung eröffnet Er uns den Weg zu einem neuen Leben.
Doch um diese Gnade empfangen zu können, müssen wir bereit sein, Gottes Diagnose über unseren Zustand anzunehmen.
Sünde ist nicht nur eine Schwäche, ein Fehler oder eine Unvollkommenheit. Sie ist Auflehnung gegen Gott und der Wille, unabhängig von Ihm zu leben. Diese geistliche Krankheit führt zur Trennung von Gott.
- Doch Jesus Christus ist das einzige Heilmittel.
Der göttliche Arzt behandelt nicht nur das Äußere. Er möchte bis in die Tiefen unserer Seele hineinwirken: in unseren Stolz, unsere Schuld, unsere Herzenshärte, unsere Verletzungen, unsere bösen Begierden und unsere verborgenen Gedanken.
Er begnügt sich nicht damit, vorübergehend Linderung zu verschaffen.
Er will völlig retten!
Vielleicht denkst du, du seist zu weit von Gott entfernt, zu schuldig oder zu sehr zerbrochen. Doch gerade deshalb ist Jesus gekommen:
um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Keine Sünde ist zu groß für Seine Vergebung, wenn unsere Buße echt ist.
Die größte Gefahr wäre dagegen zu denken:
„Ich brauche nichts …“
Seine geistliche Krankheit zu erkennen, ist keine Demütigung ohne Hoffnung.
Es ist der Anfang der Heilung.
Es bedeutet, sein Herz Dem zu öffnen, der auch heute noch sagt:
"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch Ruhe geben!“
Matthäus 11,28
- Jesus Christus ist der Arzt, den wir alle brauchen.
Er allein vergibt, rettet, stellt wieder her und schenkt ewiges Leben.
"Lasst uns deshalb mit Zuversicht zum Thron der Gnade kommen, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!"
Hebräer 4,16
Franz
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