"Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist...
...so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.“ 1. Thessalonicher 4,14
Dieser Vers leuchtet wie ein helles Licht in einer dunklen Welt.
Er verschweigt den Tod nicht, aber er zeigt dem Gläubigen eine Hoffnung, die auf einer einzigen Person ruht: auf Jesus Christus.
Paulus sagt nicht zuerst: Tröstet euch mit einem Gedanken oder mit einer theologischen Erklärung. Nein. Er lenkt die Blicke der Gläubigen auf Jesus — auf den gekreuzigten und auferstandenen Herrn.
Darin liegt das Fundament der christlichen Hoffnung. Sie ist kein religiöser Optimismus, kein frommes Wunschdenken, das uns einfach innerlich beruhigen soll. Sie gründet sich auf eine unumstößliche Tatsache: Jesus Christus ist gestorben, und Er ist auferstanden. Er hat den Tod durchschritten und ihn besiegt.
Darum hängt unsere Hoffnung nicht von unserer eigenen Stärke ab, nicht von unseren wechselnden Gefühlen und auch nicht davon, wie gut wir meinen glauben zu können. Sie ruht allein auf dem vollkommenen Werk Jesu Christi.
Paulus sagt ganz nüchtern: "Jesus ist gestorben."
Er beschönigt diese Wirklichkeit nicht. Er macht sie nicht kleiner. Jesus ist wirklich gestorben — einen wirklichen, vollen Tod. Und gerade dadurch wird die Größe und Herrlichkeit seiner Auferstehung umso deutlicher.
Warum ist das so kostbar?
Weil Jesus bis ans Ende unserer menschlichen Existenz gegangen ist. Bis zu jener Grenze, die kein Mensch umgehen kann.
Er kennt die Trennung.
Er kennt die Tränen.
Er kennt das Grab.
Er kennt das Gewicht des letzten Feindes.
Der Christ hat also keinen fernen Retter, der über dem Leid schwebt. Er hat einen Retter, der selbst durch diese tiefste Not hindurchgegangen ist.
Die Auferstehung verändert alles
Wäre Christus im Grab geblieben, dann gäbe es für uns keine bleibende Hoffnung. Dann bliebe nur eine schöne Erinnerung oder ein religiöses Gefühl.
Aber Christus ist auferstanden.
Darum ist der Tod für den Gläubigen keine unüberwindbare Mauer mehr. Er ist zu einer Tür geworden, die Gott eines Tages ganz öffnen wird.
Die Auferstehung Jesu ist nicht nur sein persönlicher Sieg. Sie ist zugleich die Gewissheit dessen, was Gott auch für alle tun wird, die Ihm gehören.
Paulus spricht hier von denen, die in Christus gestorben sind, und nennt sie "die Entschlafenen“.
Dieses Wort nimmt dem Tod nicht seine Realität, aber es verändert unseren Blick darauf.
Denn Schlaf spricht von einem Erwachen.
Gerade darin liegt die wahre christliche Hoffnung.
Dieser Vers wurde Menschen geschrieben, die beunruhigt waren wegen ihrer verstorbenen Brüder und Schwestern. Doch Paulus sagt ihnen sinngemäß: Trauert nicht wie die, die keine Hoffnung haben.
In Christus ist die Trennung nicht endgültig. Die, die im Herrn gestorben sind, sind nicht verloren. Sie gehören Ihm. Sie werden von Ihm bewahrt. Und eines Tages werden sie mit Ihm offenbar werden.
Sie sind nicht irgendwo in den Vergessenheiten der Menschheitsgeschichte verschwunden. Gott vergisst die Seinen nicht. Er wird sie zurückbringen. Er wird sie auferwecken.
Doch dieser Vers spricht nicht nur über die Verstorbenen. Er spricht auch zu uns, die wir heute leben.
„Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“
1. Johannes 5,13
Das ewige Leben beginnt also nicht erst nach dem Tod. Wer an den Sohn Gottes glaubt, besitzt es schon jetzt.
Sind wir uns dessen wirklich immer bewusst?
Wenn die Ewigkeit in unserem Herzen real wird, dann rücken viele Dinge an ihren rechten Platz.
Die Sorgen dieser Welt machen viel Lärm. Die Nöte dieser Zeit drängen sich auf. Vieles scheint wichtig, dringend und bedrängend. Aber all das regiert nicht.
Der auferstandene Christus regiert.
Und Er regiert für immer !
Franz
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