Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen...
ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen.“ 1. Korinther 10,21
Diese Warnung ist ernst und feierlich! Paulus lässt keinen Zweifel bestehen...
Er erinnert daran, dass der Glaube an Christus kein nebensächlicher Zusatz zu unserem Leben ist, kein weiteres geistliches Element unter vielen anderen. Der Herr will nicht einen Platz unter anderen einnehmen: Er verlangt den ersten Platz! Der Gläubige ist zu einer ganzen, ungeteilten Treue berufen.
Der „Tisch des Herrn“ spricht von Gemeinschaft, von aufrichtiger Zugehörigkeit, von einer lebendigen Beziehung zu Christus. An seinem Tisch zu sitzen bedeutet, anzuerkennen, dass Er unser Retter, unser Herr, unser Brot und unser Leben ist.
Offenbarung 3,20:
"Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.“
Es bedeutet, anzunehmen, nur von Ihm genährt zu werden, gemäß seiner Wahrheit und seiner Heiligkeit. Es ist nicht nur eine äußere Handlung, sondern eine innere Haltung und die ernste Hingabe eines ganzen Lebens.
Demgegenüber spricht Paulus vom „Tisch der Dämonen“. Das mag erschreckend klingen, aber Gott deckt damit sehr treffend unser Herz auf! Hinter dem Götzendienst, der ganz verschiedene Formen annehmen kann, hinter geistlichen Kompromissen, hinter allem, was mit Gott in Konkurrenz tritt, steht niemals etwas Neutrales.
Dieser Vers erinnert uns an eine ganz einfache Wahrheit: Wir können nicht zwei Herren gehören. Wir können nicht die Gegenwart Gottes und seine Wohltaten wollen und gleichzeitig bewusst an einer Verbindung mit dem festhalten, was Er klar verurteilt.
Wir können unsere Seele nicht von Christus nähren lassen und zugleich Dinge pflegen, die verführen, verunreinigen oder uns von Ihm entfernen.
Der Herr teilt den ersten Platz nicht — und Er hat vollkommen recht !
Wir müssen eine klare und endgültige Entscheidung treffen, wie wir es in 1. Könige 18,21 sehen:
"Da trat Elia zu dem ganzen Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so folgt ihm nach; ist es aber Baal, so folgt ihm nach!“
Es gab eine Entscheidung zu treffen!
Was ist also der „Tisch der Dämonen“? Er trägt kein spektakuläres oder auffälliges Etikett. Er kann die Form eines Kompromisses annehmen, einer ungesunden Faszination, eines Doppellebens, einer mit anderen Glaubensvorstellungen vermischten Religion — Synkretismus — oder eines christlichen Scheins, der innerlich duldet, was Gott hasst.
Gerade hier kommt dieser Vers und bringt Licht. Er will nicht nur anklagen; er ruft zur Klarheit, zur Echtheit!
Paulus weiß, dass ein geteiltes Herz schwach wird. Er weiß, dass ein Gläubiger, der auf zwei Hochzeiten tanzt, seine Freude, seinen Frieden und sein Unterscheidungsvermögen verliert. Im Gegensatz dazu findet ein ungeteiltes Herz in Christus echte Stabilität.
Dieser Vers ist eine Erinnerung an den geistlichen gesunden Menschenverstand! Am Tisch des Herrn teilzunehmen bedeutet zu sagen:
„Du bist meine Quelle, Du bist mein Herr, und ich will allein mit Dir gehen und Dir dienen!“
Dann wird es notwendig, auf alles zu verzichten, was diesem Bekenntnis widerspricht.
Dieser Verzicht ist kein wirklicher Verlust — ganz im Gegenteil! Es ist ein heilsames Loslassen.
Wir verlassen einen Tisch der Lüge, um zum Tisch der Gnade zu kommen.
Wir lassen endgültig zurück, was verunreinigt, um das zu empfangen, was nährt.
Wir weisen die vergifteten Krümel der Welt zurück, um Christus zu ergreifen, das lebendige Brot.
Der Teufel verspricht viel, aber am Ende leert er uns völlig aus...
Christus hingegen fordert alles, aber Er schenkt das Leben — das wahre Leben!
Fragen wir uns aufrichtig vor Gott:
-- Gibt es in meinem Leben noch einen „anderen Tisch“, an den ich mich setze?
Jesus warnt uns in Lukas 16,13 :
"Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
5. Mose 4,24:
"Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott.“
Der Herr sucht keine vollkommenen Gläubigen, sondern wahre und ehrliche Herzen. Wo aufrichtige Buße ist, da gibt es auch Vergebung, Reinigung und Wiederherstellung.
Jesus erinnert uns:
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten.“
Johannes 6,35
Damit zeigt Er, dass es keine andere Quelle wahren Lebens gibt als Ihn und dass wir uns nicht anderswo nähren müssen.
In Ihm haben wir alles!! Kolosser 2,10
Mögen diese Warnungen uns bewusst machen, mit welchem Ernst wir unserem Gott begegnen sollen!
Gott wünscht sich ein Volk, das für Ihn abgesondert ist, ein Volk, das allein an Ihm hängt, mit einem einfachen und aufrichtigen Herzen.
Franz
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