...die Hoffnung der Herrlichkeit !
Ich lade euch ein, mit mir Kolosser 1,26–27 zu lesen:
„… damit ich das Wort Gottes in seiner ganzen Fülle verkündige, nämlich das Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott kundtun, welchean Reichtum an Herrlichkeit dieses Geheimnis unter den Nationen in sich trägt, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“
Paulus sagt uns hier etwas Unglaubliches: Es geht um weit mehr als um eine Religion, die man ausübt, um moralische Regeln, die man befolgt, um eine Lehre, die man verteidigt, oder auch nur um eine Hoffnung, die ausschließlich auf die Zukunft gerichtet ist.
Es geht um die Gegenwart Christi in uns – schon jetzt! Ja, bereits während unseres Lebens hier auf der Erde!
Paulus spricht von einem „Geheimnis“, das einst verborgen war, nun aber offenbart worden ist. Dieses Geheimnis ist kein Rätsel, das nur einigen wenigen Eingeweihten vorbehalten wäre. Es ist die Offenbarung dessen, was im Herzen Gottes war.
Durch das Evangelium rettet Christus die Sünder nicht nur aus der Ferne. Er kommt, um heute durch seinen Geist in ihnen zu wohnen. Darin liegt der herrliche Reichtum der Gnade Gottes.
Wir wären schon überwältigt gewesen, wenn Gott uns lediglich vergeben hätte. Und wir wären Ihm von Herzen dankbar, wenn Er uns nur als seine Diener aufgenommen hätte. Doch das Evangelium geht noch viel weiter:
- Der Herr der Herrlichkeit kommt und wohnt in denen, die Er erlöst hat!
Sind wir uns dessen wirklich bewusst?
Schwache Männer und Frauen, manchmal müde, angefochten und mitten in geistlichen Kämpfen, werden zu einem lebendigen Tempel, in dem Christus wohnt!
„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?“
1. Korinther 6,19
Dann fügt Paulus eine wesentliche Wahrheit hinzu:
- „Die Hoffnung der Herrlichkeit.“
Das bedeutet, dass unsere Zukunft nicht von unseren Leistungen, unserer Beständigkeit, unserer inneren Stärke oder unseren religiösen Verdiensten abhängt. Unsere Hoffnung ruht auf Christus selbst.
Weil Er in uns lebt, ist die verheißene Herrlichkeit keine Illusion. Sie ist gewiss!
Diese Wahrheit ist zugleich ein großer Trost. Wir sehen unsere Grenzen, unsere Schwachheiten und unsere geistliche Langsamkeit. Der Zustand der Welt kann uns traurig machen, ebenso die Lauheit in der Gemeinde, die Kämpfe in unseren Familien und der Unglaube der Menschen um uns herum.
Doch mitten in all dem führt Gott uns zu dieser Gewissheit zurück:
- Christus lebt in uns!
Es ist seine Gegenwart in uns, die nach und nach unser Herz, unsere Gedanken, unsere Wünsche, unsere Reaktionen und unsere Prioritäten verändert. Er führt uns auf dem Weg der Heiligung.
Der Gläubige kann seine Heiligkeit nicht aus eigener Kraft hervorbringen. Er ist vielmehr dazu berufen, Christus in sich regieren zu lassen.
Je mehr Raum Christus in unserem Leben einnimmt, desto mehr weicht der Stolz zurück. Unsere eigene Gerechtigkeit fällt zu Boden, die wahre Liebe wächst, und die Ehre Gottes wird immer mehr zu unserer höchsten Priorität.
Eines Tages wird das, was Gott in uns begonnen hat, vollkommen sichtbar werden. Wir werden bei Christus sein, Ihm gleichgestaltet und für immer in der Gegenwart des Vaters leben.
Darum, meine Freunde, lasst uns diesen Reichtum heute nicht gering achten. Lasst uns nicht wie geistlich Arme leben, während Christus selbst in uns wohnt!
- Lasst uns aus dieser Wirklichkeit leben!
Möge dieses Wort uns wieder aufrichten, uns reinigen und uns neuen Mut schenken:
Die Hoffnung des Christen ist nicht zerbrechlich, denn sie trägt einen lebendigen Namen:
Jesus Christus, der auferstandene und verherrlichte Herr!
Franz
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